Bachelor Molecular Life Sciences

Studienrichtung Bioanalytik und Zellbiologie

In der Bioanalytik und Zellbiologie werden Lebensprozesse auf ihrer kleinsten Ebene erfasst. Die Studienrichtung vermittelt die Grundlagen und die analytischen Methoden der Biowissenschaften. Die Studierenden lernen dabei, Testverfahren zur Untersuchung von synthetischen und biologischen Molekülen zu handhaben, zu optimieren und zu entwickeln.

Schnelltests via Smartphone.

Es ist nicht nur praktisch, wenn diagnostische Tests zu Hause durchgeführt werden können, sondern spart auch Zeit und Geld. Eine schnelle Diagnose kann den Krankheitsverlauf entscheiden. Was bietet sich an?

Für den weltweit ersten Schnelltest zur Früherkennung von Darmkrankheiten, an denen 15 000 Menschen in der Schweiz leiden, waren wir massgeblich an der Entwicklung eines Device zur Probeentnahme mitbeteiligt. Der Patient führt den Test selbständig zu Hause durch. Mit einem benutzerfreundlichen Röhrchen entnimmt er eine Stuhlprobe und trägt diese auf eine Testkassette auf. Sobald die Kassette bereit ist, berechnet eine App auf dem Smartphone das Ergebnis und leitet es an den Arzt weiter. So können chronische Krankheiten wie Morbus Crohn frühzeitig erkannt und unangenehme Darmspiegelungen vermieden werden.

Unsere Studierenden berichten

Yanik Deana, Student Bioanalytik und Zellbiologie, 2. Semester:

 «Wir sind über die Entwicklungen in der Industrie immer auf dem Laufenden.»

Bioanalytik- und Zellbiologie-Student Yanik schätzt es, dass an der Hochschule für Life Sciences FHNW die Industrie-Erfahrungen der Dozierenden in den Unterricht einfliessen. Warum er überzeugt ist, das richtige Studium gewählt zu haben und wie ihm dieses auch am Stammtisch hilft, erfährst du im Video.

Unsere Forschenden berichten

Natascha Kappeler, Nanowissenschaftlerin:

«Meine Arbeit ist mein Leben – und umgekehrt. Und so macht es riesig Spass.»

Talent früh fördern

Die Nanowissenschaftlerin Natascha Kappeler ist steil in ihre wissenschaftliche Karriere gestartet. Nun steht sie im Alter von 32 Jahren kurz davor, am Institut für Chemie und Bioanalytik Professorin zu werden. Gefördert wird sie von ihrem Vorgänger höchstpersönlich.

Natascha Kappeler ist immer auf Achse, wie sie selbst sagt. Sie leitet eine Forschungsgruppe an der Hochschule für Life Sciences HLS FHNW, hält Vorlesungen und betreut Studierende. Wenn sie dazu komme, gehe sie auch noch ins Krafttraining, das sie mit Holzhanteln absolviert. Doch für Letzteres bleibt im Moment nur wenig Zeit. Sechs Tage in der Woche gehören der Arbeit, sagt die Wissenschaftlerin, was sie aber nicht störe. «Vom Konzept der Work-Life-Balance halte ich nichts», sagt sie. «Meine Arbeit ist mein Leben – und umgekehrt. Und so macht es riesig Spass.».

Studiert hat Natascha Kappeler Nanowissenschaften an der Universität Basel und ist dann an das University College in London gezogen, um dort zu promovieren und als Postdoc zu forschen. Es folgte ein Aufenthalt an der National University of Singapur und ein kurzer Abstecher in die Industrie. Dann sah sie das Inserat der HLS und bewarb sich. «Natascha erfüllte unsere Anforderungen am besten», sagt Daniel Gygax, Professor für Chemie und Bioanalytik an der HLS. Gesucht war jemand, der sich mit Monitoring von Medikamenten und Invitro-Diagnostik auskennt. Genau die Themen von Natascha Kappeler. Sie hatte bereits Tests zur Bestimmung der Antibiotikakonzentration im Blut mittels eines nanomechanischen Sensors entwickelt. «Es ist schwierig, im Blut der Patienten die exakt richtige Dosis an Antibiotika zu erreichen», erklärt Kappeler. «Eine zu tiefe Konzentration wirkt nicht und fördert die Bildung von antibiotikaresistenten Erregern, und zu viel ist nicht notwendig und erhöht nur das Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen». Ein weltweit grosses Problem, dessen sich die eifrige Jungforscherin angenommen hat. Damit der Übergang am Institut möglichst reibungslos erfolgt, hat Gygax ein auf Natascha Kappeler massgeschneidertes Coaching-Programm aufgezogen. Sie soll nicht nur forschen und lehren, sondern auch ihr berufliches Netzwerk aufbauen können. Das ist wichtig in einem Gebiet, in dem man für die Forschung drauf angewiesen ist, auch Drittmittel zu akquirieren. Gygax wird sich «schrittweise verabschieden», wie er sagt. Demnächst reduziert er das Arbeitspensum auf 60 Prozent und lässt Kappeler immer mehr den Vortritt. Bis sie zirka in zwei Jahren als vollwertige und bestens an ihre Aufgaben angepasste Professorin in die Fusstapfen ihres Mentors treten wird.

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